Komponisten / Lieder / Verlage / Textdichter

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Vorname Lydia
Nachname Barmettler-von Büren
Adresse Neuheim 1
PLZ 6056
Ort Kägiswil
Kanton OW
Telefon 041 660 38 66
E-Mailadresse lydia.barmettler@bluewin.ch
Webseite www.hof-neuheim.ch
Geburtstag 12.03.1984
Personennummer B095

Werke von Lydia Barmettler-von Büren

LiedtitelAnfang 1. StropheEJDKV Nummer

Einzel/Solo (-S-)

Mey Läbäswäg (Naturjodel) B095-S-000001

Persönliche Angaben

Lydia (1984) wuchs auf dem elterlichen Bergbetrieb in Ennetmoos am Fusse des Stanserhorns im Kanton Nidwalden auf und packte schon als Kind tatkräftig mit an. Es war viel Handarbeit in den steilen Hängen, viel Entbehrung, aber auch viel Zeit in der Natur und mit den Tieren. Für Lydia war klar, dass nur ein kreativer und naturverbundener Beruf in Frage kommt.
Nach dem Hauswirtschaftslehrjahr, einem Praktikum in der Pflege und der Lehre zur Floristin kam Lydia Barmettler in den Detailhandel und erst danach in die Landwirtschaft. Sie leitete bald eine eigene Filiale eines Geschäfts für Babybedarf mit mehreren Angestellten und bildete Lernende aus.
Nachdem sie ihren Mann Lukas an einer Viehschau kennenlernte, war bald klar, dass sie mit dem leidenschaftlichen Viehzüchter einen Betrieb leiten wollte. Zusammen führen sie zwei Betriebe in zwei verschiedenen Kantonen. Der Hof Neuheim in Kägiswil OW ist der Hauptbetrieb der dem Frauenkloster St. Andreas gehört. Zusätzlich bewirtschaften sie Lydias elterlichen Betrieb Gadenstatt in Ennetmoos NW in der Bergzone. Es sind aber nicht nur die zwei Betriebe, auf denen Lydia Barmettler arbeitet, sondern sie bietet auch noch Spielgruppe auf dem Bauernhof an und erfüllt Floristische Bestellungen wie Hochzeit, Trauerfall und Bestellungen aller Art aus. Das Ehepaar Lydia und Lukas hat einen Sohn Luca (2014).
Ausserdem bedeuten ihr Traditionen und Brauchtum viel. Lydia jodelt seit Kindertagen und ist in der Region als Vorjodlerin bekannt. Sie leitet als ausgebildete Dirigentin den Jodlerklub Bärgsee Lungern.

In Trachtengruppen
Mit zweieinhalb bis zu ihrem zehnten Altersjahr gehörte sie der Kindertrachtengruppe Stans, wo ihre Mutter Ursula von Büren mit Vreni Schwegler Trachtentanzleiterinnen waren. Der erste Auftritt von Lydia war im August 1987.

Da sie die Trachten nicht aufgeben wollte, durfte sie zwischendurch bei den Erwachsenen mitmachen. Trachtentanz und Jodeln wurden dann zu ihrem Hobby, im Gemischten Chor, welcher von Heidi Leuthold, Tochter des bekannten Jodelliederkomponisten Heiri Leuthold geleitet wurde. Im gleichen Chor war auch der Jodler und Komponist Adolf Zimmermann.

Zuerst sang sie im Sopran, doch das Vorjodeln fiel ihr leichter, sprach ihr auch mehr zu. Pia Jauch und Heidi Leuthold lernten sie das Jodeln und schlugen ihr vor, einen Jodlerkurs beim Jodlerverband zu machen. Im Jahre 1998 nahm sie den ersten Kurs in Luzern bei Franziska Wigger-Lötscher, ein Jahr später folgte ein weiterer für Vorgeschrittene bei Franz-Markus Stadelmann. Von da an stand sie bei den Trachten Stans als Vorjodlerin der ersten Stimme. Seit dem Jahre 2000 war sie Aktivmitglied, nach ihrem Austritt 2011 dann noch Passivmitglied. Die Teilnahme am 1. Schweizerischen Trachtenchortreffen im Mai 2001 in Lenzburg endete mit dem Prädikat «vorzüglich», mit dem Lied «Sunnemorge» von Emil Grolimund, die Chorleitung hatte Fredy Ehrler.

 

Als Solojodlerin

Im Jahre 2000 begann Lydia mit dem Solojodeln und nahm am 7.Schweizerischen Jungmusikanten-Wettbewerb vom 16.Juni in Langnau im Emmental teil und stand im Finale, mit dem Lied «S Juitze macht froh» von Franz Markus Stadelmann, begleitet von Ueli Odermatt, Buochs, welcher auch im Ländlertrio «Kärnälpler» spielte. Die Übertragung erfolgte live im Radio Eviva.

Im Jahre 2001 erfolgte der zweite Auftritt am 16. UJV Naturjodelkonzert in Engelberg, mit dem «Fliähbärg-Juiz» von Margrit Spichtig begleitet von Urs Gut. Ein Jahr später trat sie dem Zentralschweizerischen Jodlerverband bei.
Am Zentralschweizerischen Jodlerfest 2015 in Sarnen war ihr erster Auftritt an einem Jodlerfest. Mit dem «Chräje-Tosse Juiz» von Sepp Lussi erhielt sie die Klasse 2, für sie war es jedoch ein TOP Vortrag und hielt sie nicht auf weitere Jodlerfeste zu besuchen. Ein Jahr später, am Zentralschweizerischen Jodlerfest in Schüpfheim wurde sie mit dem «Änäflioh-Juiz» von Neldi Ming, begleitet von Corinne Frunz, mit der Klasse 1 belohnt. An ihrem ersten Eidgenössischen Jodlerfest von 2017 in Brig erhielt sie mit dem Naturjodel «Dr Hornleiter» von Andreas Käslin ebenfalls ein «sehr gut». Die Bestklasse erhielt sie auch am Berner-Kantonalen Jodlerfest in Brienz mit dem Wettvortrag «Dr Wägbegleiter» von Adrian Ettlin. Dieser Auftritt wird sie sicher nie vergessen. Kurz vor dem Jodlerfest verstarb die Mutter von Corinne Frunz und es musste kurzfristig ein Ersatz gefunden werden. Jörg Bucher sprang ein. Die zwei kannten sich bis anhin nicht und konnten aus Zeitgründen nur einmal vor Bühnenauftritt proben.  

 

Am Schwyzerörgeli

Lydia hatte ihrem Bruder seit Kindesalter alles Nachgespielt. In den Jahren 1993 und 1994 nahm sie Blockflöten-Unterricht bei Rita Amstutz in Ennetmoos, Schwyzerörgeli-Unterricht von 1994 bis 1997 in der Musikschule Ennetmoos bei Rita Blättler und von 1997 bis 2000 bei Ruedi Bircher in Oberdorf. Mit der Kindertrachtengruppe war sie unterwegs in den Jahren 1999 und 2000 mit Urs Gut und Armin Murrer, die heute als Wilti-Gruess bekannt sind. Im Jahre 1999 war Lydia Gründungsmitglied im Volksmusikverein Ennetmoos, anfangs Aktiv-, ab 2011 Passivmitglied.


Chorleiterausbildung bei den Jodlern

Im Zentralschweizerischen Jodlerverband hat Lydia die Ausbildung zur Dirigentin in den Jahren 2018 bis 2020 absolviert, nach Ausbildungsreglement des Eidg.Jodlerverbandes, mit dem Kursleiter Emil Wallimann. Die Praktiken mit 6 Proben erfolgten anschliessend beim JK Heimelig Buochs mit der Dirigentin Sandra Zimmermann, danach 10 Proben beim JK Schüpfheim mit der Dirigentin Bernadette Roos. Nach dieser Ausbildung durfte sie mehr und mehr vom ehemaligen Dirigenten des Jodlerklubs Lungern, Neldi Ming übernehmen und von ihm noch viel lernen, bis dieser anfangs dieses Jahres aus gesundheitlichen Gründen den Austritt geben musste.

 

Im Jodlerklub Bärgsee Lungern

Der Wunsch, in einem richtigen Jodlerklub mitzumachen, wuchs in Lydia in den Jahren immer mehr.

In Lungern wurde sie rasch fündig und startete im Jahr 2008 ihr Kandidatenjahr, in der Zeit, als der JK seine CD « Älplerzyt» am Aufnehmen war. Die musikalische Leitung lag bei Neldi Ming. Im Jahre 2010 wurde Lydia dann als Aktivmitglied im Klub aufgenommen. Im Januar 2021 übernahm sie den Dirigentenstab und am ersten Jodlerfest unter ihrer Leitung, am Zentralschweizerischen in Andermatt von 2022 erhielt der Klub die Klasse 2. Ein Jahr später wurde die Höchstklasse erreicht, am Eidgenössischen in Zug mit der Eigenkomposition von Lydia, dem Naturjuiz «Mey Läbäswäg». Im letzten Jahr, am Jodlerfest in Sempach, war der Wettvortrag «Chilämattä Juiz» von Neldi Ming, erhielt der JK Bärgsee ebenfalls die Klasse 1.  Nach 15 Jahren startet letzten Sommer der Klub mit der CD aufnahmen der vierten CD in der Klubgeschichte.


Der Jodlerklub Bärgsee Lungern
Jahrzehntelang wurzelte in Lungern der Wunsch nach einem Jodlerklub. Etliche Gründungsversuche scheiterten immer wieder, sei es durch das Fehlen eines Dirigenten oder aus anderen Gründen. Am 17. September 1971 war es dann endlich soweit, 17 begeisterte Sänger legten unter der Leitung von Hans (Jonny) Obertüfer die Basis für eine zielstrebige Pflege des Jodelgesangs. Seit 1972 besuchte der Klub immer wieder Unterverbands- und  Eidgenössische Jodlerfeste mit erfreulichen Erfolgen.
Ein erster Höhepunkt war sicher im August 1974 die Durchführung des 4. Unterwaldner Naturjodelkonzertes. Verbunden mit dem Festspiel „Typisch Lungrä“, war dies ein gelungener Grossanlass. Beim 10-jährigen Jubiläum konnte der Klub mit dem Singspiel „Bärglerläbä“ von Riodi Gasser einen weiteren Erfolg verzeichnen.
1982 durfte der Klub anlässlich der 61. Delegiertenversammlung des ZSJV über 500 Gäste in Lungern willkommen heissen. Zwei Jahre später organisierten die Lungerer Jodler auf der Alp Chrummelbach das „Bätriof-Treffen“ der UJV. Leider hat im gleichen Jahr Dirigent Hans Obertüfer den Klub verlassen. Von seinem grossen Talent war in all den Jahren sehr viel zu profitieren. Doch mit Hans Hofer konnte bald ein Nachfolger gefunden werden.
Mit Trudi Gasser wurde 1988 die erste Frau als Jodlerin in den Klub aufgenommen.
Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war sicher die Herausgabe des ersten Tonträgers „Bi iis am Lungerersee“.
Die offizielle Plattentaufe fand am 10. November 1990 statt. Im Herbst 1996 konnte das 25-jährige Bestehen gefeiert werden, wo am Unterhaltungsabend der zweite Tonträger „Lungerer-Choscht“ vorgestellt wurde. Unter dem Motto „geschter – hit und morä“ hat Toni Imfeld diesem Fest als Texter und Gestalter eine ganz besondere Note verliehen.
Die politische Laufbahn und das Amt vom Regierungsrat beanspruchte Hans Hofer zeitlich immer mehr und so gab er 1999 den Dirigentenstab an unseren Vorjodler Neldi Ming weiter.
Der Klub nahm an etlichen Jodlerfesten teil, an Schwingfesten und natürlich ab und zu am Brünigschwingfest. Weiter besuchte der Klub alle durchgeführten Naturjodlerkonzerte der Unterwaldner Jodlervereinigung.
Der Klub war und ist aber auch aus dem heimischen Jahresgeschehen nicht wegzudenken. Zu erwähnen sind dabei unter anderem das traditionelle Alpfest «Lenä» auf Krummelbach, die Älplermesse mit Lied und Juiz, der «Chiuwi-Sunntig» am dritten Sonntag im Oktober in der Pfarrkirche. Zu erwähnen sind auch der «Samiglois-Abend» und die Jodlerreisen alle paar Jahre, alles Anlässe um die Kameradschaft zu pflegen. Im Jahre 2010 hat der Klub eine eigene CD herausgegeben, «Älplerzyt», vor allem mit Naturjodel aus eigenen Reihen.
Neldi Ming ist ein Gründungsmitglied und hat den Klub einige Jahre dirigiert und auch später wieder, ausserdem war er zeitweise Präsident. Jetzt ist er der verdiente Ehrendirigent. Besonders begeisterte ihn der traditionelle Obwaldner „Natuirjuiz“. Im Jahre 1982 entstand sein erster Juiz, der „Hehigratjuiz“, einige weitere folgten, dazu kommt noch ein Chorlied.
Auch ein anderes Klubmitglied, Sepp Vogler, hat seinen eigenen Naturjutz, den «dr Breitäfälder», Sepp ist Mitglied seit 1983. Es ist also selbstverständlich, dass auch Lydia Barmettler ihren einen Juiz hat, den «Mey Läbäswäg». Diese über 300 einmaligen Naturjuiz sind in der Sammlung der Unterwaldner Jodlervereinigung (Natujodler.ch) festgehalten. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Edy Gasser, er hat diese Sammlung während Jahrzehnten kompetent geführt.

Quelle: Zeitschrift «Alpenrosen», Ausgabe 4/2025, Stand 1.7.2026 IvA

 

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Note
EDJKV