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Walter Näf (1960) .
Walter Näf ist in Wildhaus im Toggenburg aufgewachsen. Als Bauernsohn ist er stark mit den Traditionen und Bräuchen seiner Heimat verwurzelt. Der Toggenburger Jodel, die Tracht und die Älplerzeiten in der Sellamatt und Alp Laui prägten ihn seit Kindsbeinen.

Walter Näf ist seit 1989 im Jodlerklub Wil SG Aktivmitglied, absolvierte den Dirigentenkurs des NOSJV, den Komponistenkurs 2001 des BKJV und leitete den Jodlerklub Wil bis März 2006. Heute ist er Vizedirigent des Jodlerklub Wil SG und singt als Aktivmitglied mit. Er spielt Klavier, Keyboard, Akkordeon und Violine.

 Er war über mehrere Jahre Mitglied des Opernchores des Stadttheaters St. Gallen und machte bei verschiedenen Werken mit (Fidelio, Land des Lächelns, Nabucco). Zudem singt er bei der Theatergesellschaft Wil mit (Nabucco, Carmen, Classic Open Air).

 Seit vielen Jahren beschäftigt er sich auch mit der Aquarell- und Bleistiftmalerei, sowie Linoldruck mit verschiedenen Ausstellungen in der Ostschweiz.

 Heute wohnt er im Kanton Thurgau. Die dichterische Sprache seiner Heimat hat ihn jedoch nie losgelassen,  und so wundert es nicht, dass der ursprüngliche Toggenburger Dialekt in seinen Texten vermehrt Anwendung findet.

 Was er anspricht - Gedanken aus seiner Jugend, heitere oder ernste Themen der heutigen Zeit -  werden in eine dem Toggenburger besonders zusagende poetische Form gebracht und vermitteln dem Leser jenes Heimatgefühl, das nicht in Kitsch ausartet.

Alle Freunde der Toggenburger Landschaft finden sich in den in den treffenden Mundartgedichten gespiegelt.

 Das Wiederfinden der Heimat in seinen Texten bringt Walter Näf auf seine Weise der Jugendzeit wieder näher und so auch dem „Heimweh-Toggenburger“ ein Stück Heimat in seine Welt fern der Churfirsten und der Thur.

 Gedichte und Texte in Mundart:

  -     Abschied vo de Alp

-     Alpfahrt i d’Sellamatt                                                  (vertont durch Willi Valotti)

-     Alt St. Johann

-     Am runde Tisch

-     Bergglühen

-     Chasch nöd alles chaufe                                             (vertont durch Guido Rüegge)

-     Chick

-     D’Churfirschte

-     De Föhn

-     Dini Auge

-     Dr Herbschtwind

-     E Reis in Himmel

-     En Juchz i d’Berge (                                                   (vertont durch Willi Valotti)

-     Es geischtered

-     Es isch Ziit

-     Farbefescht

-     Fründe

-     Geburtstag

-     Gern ha

-     Herbscht-Farbe                                                          (vertont durch Christian Ganz)

-     Herbscht-Gedanke

-     Herbschtlied

-     Heuwetter

-     I bi en Seebueb

-     I weiss

-     Im Schnee

-     Im Toggeburg

-     In Obed ie

-     Jodlertreffe

-     Lueg

-     Lueg, die Ziite

-     Mini Alphornmelodie                                                   (vertont durch Hans-Jürg Sommer)

-     Myn See

-     Mys Müetti

-     Nesslau

-     S’Dehei

-     S’Vogelneschtli

-     Senneball im Hennestall

-     Sing es Lied

-     Stää zue

-     Stein im Toggenburg

-     Sunneliecht

-     Tue d’Äugli uuf

-     Üseri Churfirschte

-     Üseri Welt

-     Wenterfreude

-     Wentergedanke

-     Wenterwünsch

-     Wohri Fründschaft

 

Zwei Gedichte aus seiner Sammlung:

 

D’Churfirschte

 

Gad wie Perle uf de Chette

lueged d’Berg zu öös is Tal

Jede kennt die stolzi Reihe

sibe sind’s woll a de Zahl

 

Hine schroff ond vorne lieblich

stönd’s am Himmel, stolz ond frei,

tuesch en tüüfe Schnuuf bim Luege

ischt jetz das e schös Dehei.

 

Stönd d’Churfirschte denn am Obed

voll im rote Sunne-Glanz,

chasch woll säge: S’sind di schönschte

Berg i üsem Alpe-Chranz.

 

© Walter Näf, Metzgersbuhwil 5 8577 Schönholzerswilen

 

Farbefescht

 

Vorwärts, hü! Do nimm de Pinsel

hock uf s’Taburettli dei.

S’ischt als ob vo jedem Tüübli

Farb uf dere Liiwand sei.

 

Geel ond rot ond gold ond ocker

alli Farbe wiit ond breit,

ond denn aade wiis wie Zocker

wenn’s de Riif of d’Wese leit.

 

Herbscht, so mach! Das fertig Bildli

sött scho lang zom Lade uus,

Magsch nöd düre mit de Arbet

stoht de Wenter vor em Huus!

 

© Walter Näf, Metzgersbuhwil 5 8577 Schönholzerswilen

Quelle: Eigenbiographie, Stand 2.2.2009 TA