
Meier-Bunk Walter
(1922)
Walter
Meier-Bunk wurde als zweiter Knabe in Bäretswil (Zürcher-Oberland)
geboren, wo er heute noch lebt. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und ist von
Beruf Bauer. Hobbymässig ist er Dichter/Poet. Der Hang zum Schreiben besteht
seit seiner Kindheit. Er schreibt Kurzgeschichten, Gedichte sowie Kurzprosa. Nach
Selbststudium schaffte er 1952 den Durchbruch. In mehreren Zeitungen,
Zeitschriften und Kalendern erschienen Hunderte seiner Texte. 10 seiner Gedichte wurden
vertont, wovon "Ausblick" und "Kleines Wanderlied" je über 400
Aufführungen erlebten. 1955 bis 1958 Morgenbetrachtungen bei
Radio Zürich. Seine Texte sind ein Erlebnisquerschnitt von Anbeginn des Lebens
bis zum Abschiednehmen von dieser Welt und Zeit. Bis heute hat er über 600
Gedichte verfasst.
*
Inhaltsverzeichnis von seinem Gedichtband
"Durch Jahr und Leben",
erschienen 1983:
O neues Jahr! Das neue Jahr spricht... , Friedenslied, Winterstimmung,
Liebevolle Welt, Zeitdiagnose, In Krankheitsnot, Schlafliedchen fürs Kind,
Verbundenheit, Glückbringende Jugend, Frühling, Frühlingsglück, Singen, Zum
Muttertag, Beglückung, Freundschaft mit dem Wald, Sonnenwirken, Zukunftsglaube,
Hoch-zeit, Nur du allein! Sommerglück, Der Erde Worte... , Traum? Im Griff,
Frohes Wandern, Kleine Dinge, Hell erklingen unsre Lieder, Erntezeit,
Regentropfen, Herbst, Nebel, Ein Apfel, Zu Allerheiligen, Mutter, O Mutter!
Einst und heute, Ganz leise..., Glückssucher, Hände, Schneeflockentanz,
Weihnachten, Kleines Lied zu Weihnachten, Lebensfahrt, Die Jahruhr, Beim
Übergang.
S Neujohrsgschänkt, Schneie, Mis Chindli, Chindetraum? As Chindlis Bett,
Verwandlig, Mooflug, Uf de Matte, En guete Ton, Es Ständli, Sunnigs Schätzli,
Gruess vom Früehlig, De Früehlig isch do! Oschterhäsli,Oschterhas, Läbesglück,
Maiefreud, Chumm mit mir... , Mer wandred, Wätterwächsel, Zum erschte Auguscht,
Gsundi Wält, Gägesätz, Mi Oberländer-Sprooch, Underschid, E Familie-Usfahrt,
Röntgebilder, Traum, Uf Vaters Tod, Dankbar, De Mueter Root, Plange uf d
Wiehnacht, Wiehnachtsfreud, Es Jöhrli... , Altjohrabschied, A de Gränze.
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Es
Ständli
I will der vo Liebi singe,
will i di so gärn halt mag.
Möcht der jetz es Ständli bringe,
s Härz, es jublet, Tag für Tag.
Und möchscht du doch glückli läbe,
zfriede sii und ha di Rueh.
Weiss i au, s'git nüt vergäbe,
Lupft di gärn in Himmel ue.
Wien es Stärnli höch am Himmel,
so bisch du en liebe Schii.
Hä di lieb vo ganzem Härze,
säg mer doch, seigsch au debii.
*
De
Mueter Root
"Du muesch im Läbe immer folge!"
So hät mer öppe d Mueter gseit.
Doch alliwil häni nöd gloset,
drum hät's mi öppe z Bode gleit.
"Du muesch im Läbe d Worret säge!"
Hät mer mängsmol mi Mueter gseit.
Das Wort häni no nie vergässe,
und d Mahnig hät gwüss Frücht abtreit.
"Du muesch im Läbe unedurre!"
So hät mer au mi Mueter gseit.
Bis hüt häni's scho vill erfahre,
doch duuret's jo käi Ebigkeit...
*
(Walter
Meier, TA, 19.7.06)