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Von der Kunst des Dichtens |
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Liebe
Leserinnen und Leser, |
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Es
gibt heute viele, welche versuchen nebst ihrer eigenen
Musik |
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auch
den Text zu schreiben. Das ist erfreulich, bedarf jedoch
ein |
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wenig
Kenntnisse über Rhythmusformen und Versmasse, damit |
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das
Gedicht einen wohlklingenden melodischen Fluss bekommt. |
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Text
und Melodie sollen zu einer Einheit verschmelzen.
Nachste- |
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hende
Beispiele mögen zum besseren Verständnis beitragen. |
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Dichtersprache: Soll edel, einfach,leicht verständlich, originell |
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abwechslungsreich,
und klangvoll
sein. |
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Schöne Verse klingen schon ohne Vertonung wie Musik! |
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Ausschmücken mit Eigenschaftswörtern, |
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siehe
Beispiel „Des Sängers Fluch“ von Ludwig Uhlan |
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Es stand in alten Zeiten ein Schloss so hoch und hehr |
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weit glänzt es über die Lande bis an das blaue Meer; |
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und rings von duft’genGärten ein blütenreicher Kranz |
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drinn sprangen frische Brunnen im regenbogen Glanz. |
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nicht zuviel einsilbige Wörter nacheinander verwenden. |
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Flick-und Füllwörter vermeiden, Wortschatz erweitern |
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setzen
von Höhepunkten (Ueberaschung, Effekt,
Pointe usw.) |
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Auf
die Reihenfolge der Vokale und deren Färbung achten. |
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Rhytmik: Die
geordnete Folge von Hebungen und Senkungen der |
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Silben
wird Rhythmus genannt, (Gesetz der schönen Verhältnisse) |
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Versfüsse: Nachstehend die vier gebräuchlichsten |
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1.Jambus Aufspringer
beginnt mit einer leichten Silbe |
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leicht,
schwer, auch
Senkung / Hebung genannt |
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oder
betont und unbetont, zum Beispiel |
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I
gane über dWeide
i mit Wehmuet und mit
Truure
Silben 8/7 |
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I
bi der guldig Sunnestrahl
tue lüüchte über Bärg
und Tal 8/7 |
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E
Jodler jo das möcht
i si 8/8
E prächtig schöne Maietag
8/7 |
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2.Trochäusauch
Läufer genannt, hier beginnt die schwere |
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Silbe
zuerst und ist ruhiger und bestimmter |
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Hebung- Senkung / schwer-leicht |
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Beispiele:
Grosser Gott wir loben
Dich //
Schwyzerbode... |
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Härte Stamm mit chrumme
Aeschte // Heilig isch
der Herr |
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Singe wei mir jutze wei mir//
Früeh am Morge uf
de Bärge |
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Tritts im Morgenrot daher//
Hüt geit’s luschtig, hei ju hei! |
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3.Anapäst (anapaistos
zurückgeschlagen, Gegenschlag) |
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Er
verbindet zwei leichte Silben
mit einer nachfolgenden |
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schweren
(an der Hand) Beispiele: elf Silben
sind typisch |
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Wie
blüeje die Blueme im Gärtli
am Hag!
11 |
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Sie
strahle so prächtig am sunnige
Tag
11 |
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I
wünsch Dir e Rose wo nur
für die blüeht,
11 |
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e
Liebi wo härzlich um dich
sich bemüeht
11 |
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Jetz
geit es i dHöchi, der Maie
isch cho,
11 |
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und
Gletscher die schine ja dAlpzyt
isch do.
11 |
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Die
jeweiligen 2 leichten Silben geben dem Lied einen noch |
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schwungvolleren
Rhythmus als
der Jambus |
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Vertonte
Texte im Jambos und Anapäst beginnen im Lied immer |
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mit einem Auftakt. Trochäus- und Daktyluslieder beginnen |
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in
der Regel mit dem Volltakt und meistens mehrstimmig. Sie
können |
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jedoch
auch so vertont werden, dass erst die dritte Silbe
betont |
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wird,
dann gibt es einen zweier Auftakt, z.B. Bärg-Arve,
Sunntig |
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„Härte
Stamm mit chrumme- n-Äschte“, Gascht in Wald
am Sunn- |
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tigmorge.
Das Lied Jung sy beginnt intressanterweise mit
einem |
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betonten Aufttakt. Auftakt und Schlag eins sind beide betont. |
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wie
Sturmschritt Spondeus genannt
auch Gleichschritt |
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4.Der Daktylus (mit
Fingerglied vergleichen) lang / kurz /
kurz |
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(umgekehrte
Form vom Anapäst) Die Hebung kommt zuerst |
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Die Wesensart vom Daktylus
ist kräftig, überzeugend |
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und schwungvoll; wird oft mit demTrochäus vermischt |
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Schwinget Gesellen die Kellen, oder
nachstehendes Gedicht |
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1.Schaust Du der Ber-ge ge-wal-ti-ges Bild?
10 |
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Ber-ge der Hei-mat uns Pan-zer und Schild.
10 |
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Dank sei dem Schö-pfer, ihm Lob-preis und Ehr, 10 |
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der un-se-rem Lan-de einst gab die-se Wehr!
10 |
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4.Gross Dei-ne Lie-be, die uns war zu-teil,
10 |
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Hel-fer und Ret-ter, Be-schüt-zer und Heil!
10 |
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Be-tend er-he-ben zu Dir wir den Blick:
10 |
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Va-ter im Him-mel er-halt un-ser Glück!
10 |
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Reimarten |
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Der direkte Reim hier reimt sich
die erste und zweite Zeile so- |
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wie
die dritte und vierte miteinnander nach Schema a-b c-d |
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Der überspringende Reim,
da reimt sich die Zeile eins und drei |
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zwei
und vier, also nach Schema a-c, b-d |
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Der gemischte Reim,
da
reimt sich die erste und vierte Zeile |
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die
zweite und dritte nach Schema a-d, b-c |
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Der knappe Reim dort wo der Schwerpunkt mehr auf dem Inhalt |
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als
auf dem Reim liegt. So wird nur die Zeile zwei und vier
gereimt. |
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Der unreine Reim z.B. Blick
mit Glück // Feld
mit Welt |
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Wie
ist die Welt so stille und in der Dämm’rung Hülle |
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Auf
offene und geschlossenen „0“ achten z.B. Sonne Wonne |
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Sohn
Lohn; falsch wäre Ofen mit offen zu reimen,
suchen nach |
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weniger
abgegriffenen Reimen; den Reim nicht an den Haaren her- |
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beiziehen.
Der
Rhythmus ist wichtiger als der Reim. |
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Assonanz statt Vollreim, Beispiel „ Zu Strassburg auf der
Schanz |
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da fing mein Leiden an“ oder garniert /blüjt (aus Waldverspräche) |
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Die
Strophen die sich reimen sollten, haben statt dem Reim
nur Klang- |
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ähnlichkeit,
welche beim Singen nicht negativ wargenommen wird. |
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Ungereimt z.B. „Der Herr ist mein Hirt“ (hebräische Poesi) |
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Z.B.
Vater unser // Psalmen und freie Verse sind zum Vertonen
viel |
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anspruchsvoller,
sie werden meistens durchkomponiert. |
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Metrik ist die Art
und Weise, wie ein bestimmter Rhyhtmus in der |
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Sprache
dargestellt wird, wie seine Hebungen und Senkungen |
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durch
Silben ausgefüllt werden, gibt das Metrum an. |
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Anzahl Silben pro Zeile
z.B. a9 b8
c9 d8
// a8
b7 c8
d7 |
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a8 b8
c8 d8
oder 1. und 3. Zeile
6 Silben 2.+4. Zeile 5 Silben |
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Direkter Reim und ohne Endungen wirken Schlag auf Schlag |
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Von
dem Dome schwer und bang
tönt der Glocke Grabgesang. // |
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Die
alti Uhr lauft Tag für Tag,
verchündet d Zyt im Stundeschlag. |
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si
schlat eus allne für ne Rung,
die erschti und die letschti Stung! |
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Bei
einem längeren Gedicht wechseln je nach Begebenheiten
die |
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Versformen
.Beachtenswert ist eines der berümtesten Gedichte |
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„Das
Lied der Glocke“ von Friedrich Schiller.
In reicher Fülle wird |
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der
ganze Werdegang der Glocke verglichen mit dem
menschlichen |
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Leben
in allen Phasen von der Geburt, der Jugend, die
ersteLiebe, |
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Ehe,
Schicksal, Feuersbrunst, Krieg, Frieden und Freude. |
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Alliteration oder Stabreim besteht im Gleichklang der Anlaute heute |
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noch
geläufige Redewendungen dick und dünn, frank und frei,
Haut |
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und
Haar, Mann und Maus, Wind und Wetter, Schimpf und
Schande, |
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Lust
undLiebe, Land
und Leute, Anfang
und Ende, einer für alle |
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Empfehlung für „angehende DichterIinnen“ Viele gute Gedichte |
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dichte
von verschiedenen mundart- und schriftdeutschen
Autoren |
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immer
wieder laut lesen und richtig betonen um ein natürliches |
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Gefühl
für Rhythmik, Metrik und Wohlklang unserer schönen |
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Sprache
zu bekommen. Die Liebe zu unserer Sprache vermittelt uns |
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auch
Heimatsinn und Geborgenheit. |
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Die
schöne Form macht kein Gedicht der schöne Gedanke tuet
es |
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auch
noch nicht; es kommt drauf an, dass Leib und Seele zur
guten |
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Stunde
sich vermähle. (Zitat Geibel)
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Viel
Freud mit euserer Sproch wünscht Euch Paul Schreiber |