Huber Ferdinand Fürchtegott
(1791 - 1863)
 

Ferdinand Fürchtegott Huber stammte aus St.Gallen und war als Musiklehrer am Fellenberg’schen Institut in Hofwil tätig. Er pflegte eine enge Zusammenarbeit mit Kuhn und Wyss. Seine Melodik und seine warm empfundene harmonischen Sätze haben nicht nur den allgemeinen „Schweizerton“ in sich sondern tragen deutlich bernisches Kolorit, das später bei Krenger wieder zu finden ist. Seine bekanntesten Werke sind noch heute im Volk tief verwurzelt.

Das schweizerische Volkslied hatte mit der 1812 und 1826 erschienen Sammlung „Schweizer Kühreihen und Volkslieder“ von Johann Rudolf Wyss dem Jüngeren, Gottlieb Jakob Kuhn, Ferdinand Fürchtegott Huber und Alois Glutz eine erste Blüte erlebt und den „Schweizerton“ gefunden, der um die Jahrhundertwende eine Wiedergeburt im Jodellied, vorab im Jodelchorlied erfuhr. In diese Zeit fällt ein neues Bekenntnis zur Mundart, wodurch sich besonders das einfache Volk angesprochen fühlte. Die Mundartdichtung blühte auf und beflügelte die einsetzende Jodelbewegung.

Quelle: Bücher „75 Jahre EJV 1985“, „75 Jahre BKJV 1992“, Stand 3.8.2007, TA