
Elsa ist als Tochter des „Zürioberländer-Jodlervaters“, Henri Hess von Hasenstrick in Wernetshausen ZH, mit dem Jodellied von frühester Jugend an vertraut. Diese Eindrücke erweckten in ihr bald die Sängerin. Im Jahre 1930 stellte sie sich am Eidg. Jodlerfest den Kampfrichtern mit einem eigenen Jodel, und zwar im Duett mit ihrem Vater. Diesen Duettgesang pflegte sie, bis ihr Vater 1965 mit 84 Jahren starb.
Neben der Liebe
zum Gesang war aber auch schon früh ihr Talent zum Malen erwacht. So finanzierte
sie sich ihre Studienreise in verschiedenen Orten im Ausland, unter anderem mit
Schweizer-Abenden in Schweizerkolonien in Paris, Florenz, Genua, Neapel, Rom,
Hamburg und Kopenhagen, und in Volkshochschulen in Skandinavien. Ihre Gitarre
war dabei stets die Begleiterin.
Die erste Melodie schrieb sie als 16-jähriges Mädchen auf, als sie im Hotelfach
im Betrieb ihrer Eltern tätig war und von einem Freund, Alfred Maier, ein
Gedicht erhielt. Dieses Lied blieb lange das Einzige.
Nach und nach vertonte Elsa Hess Gedichte von verschiedenen Mundartdichtern, so
dass schliesslich ein Werk von 82 Liedern, wovon über 10 Jodellieder,
entstanden. Die Notenblätter dieser Lieder haben etwas ganz Besonderes
aufzuweisen: die Titel sind in Zeichnungen erfasst, die von Elsa Hess selbst
erstellt wurden.
Quelle: Buch
„75 Jahre EJV 1985“, ergänzt durch Selbstbiographie, Stand 3.8.2007, TA