
Goepfert Anton
(20.12.1888 – 7.10.1980)
In Untervaz GR
beheimatet, im Bad Ragaz SG aufgewachsen, holte sich Anton Göpfert an der
Kantonsschule in Chur sein geistiges Rüstzeug. Schon in jungen Jahren lag ihm
die Volksmusik am Herzen. So gründete er das Orchester Sardona, eine damals
beliebte Fünf-Mann-Kapelle, mit der er in den bekanntesten Kurorten der Schweiz
gastierte. Am Konservatorium Basel liess er sich zum Musiker ausbilden, und
dieser Stadt ist er während fünfzig Jahren treu geblieben. Hier war er Klavier-
und Gesangslehrer, dirigierte Frauen-, Männer- und Gemische Chöre und wirkte vor
allem als Komponist unzähliger volkstümlicher Melodien. Aus diesen Liedern
spüren wir denn auch den frischen, natürlichen Hauch eines Menschen, dem das
Echte und Wahre so nah am Herzen war. Seine Vaterlandsliebe und sein klarer Sinn
für Gerechtigkeit sprechen aus seinen Gedichten und Kompositionen eine deutliche
Sprache.
Während 17 Jahren leitete Anton Göpfert mir viel Geschick das 1.
Frauen-Jodel-Chörli Basel, und diese Gruppe war es denn auch, die ihm in der
Musik viel Freude schenkte und seine Idee zu neuen Liedern befruchtete. So
gehören seine Jodellieder für Frauenchor zum schönsten, was es in dieser Sparte
gibt.
Die letzten 12 Jahre seines Lebens verbrachte Anton Göpfert mit seiner Frau in
seinem Geburtsort Bad Ragaz. Auch im hohen Alter gaben ihm die Berge und die
geliebte Umgebung der „Bündner Herrschaft“ immer wieder neue Impulse zu weiterem
Schaffen. Seine Landeshymne ist es wert, auch in der heutigen unruhigen Zeit
wieder neu überdacht zu werden. Schon die ersten vier Zeilen lassen die Grösse
dieser Schöpfung erahnen: „Schweizer sein heisst mutig kämpfen, für den Frieden
in der Welt, bis das Licht des guten Willens, jedes Menschenherz erhellt“.
Quelle: Buch „75 Jahre EJV 1985“, Stand 25.7.07, TA