
Barbetta Brigitte
(5.12.1963)
Als
älteste von 3 Kindern bin ich am
5.12. 1963 in Langenthal geboren und aufgewachsen. Infolge eines
Velounfalls verlor ich mit 11 Jahren meinen kleinen Bruder. Dieser für
unsere Familie doch schreckliche Schicksalsschlag, hat mich sehr geprägt.
Ich habe den Verlust und die Trauer mit singen und musizieren verarbeiten
können. Mit meiner Schwester Helene jodelte ich Tag für Tag und
später gab es auch kleinere Auftritte. In der Pubertät hörten wir
auf, da das Jodeln nicht mehr
„Inn“ war!
Nach meiner
obligatorischen Schulzeit, verbrachte ich ein Jahr in La Chaux-de-Fonds
um Französisch zu lernen. Meine Madame war Pianistin und lernte mich nicht
nur ihre Sprache, sondern auch die der
klassischen Musik. Ich habe ein Jahr lang meine Zeit bei vielen
Konzerten verbracht und erste Gesangsstunden nehmen können.
Anschliessend
lebte ich in einer Grossfamilie in Lugano, um noch italienisch zu lernen. 1982
begann ich im Engeriedspital in Bern die Lehre als Krankenschwester. Mit 20
Jahren hatte ich einen Schlittenunfall und dieser fesselte mich für ein
halbes Jahr ans Spitalbett.
Rückenoperationen folgten und bis ich wieder laufen konnte,
vergingen gut 2 Jahre. Eine weitere Grenzerfahrung
auf meinem Lebensweg!
Eine
Umschulung folgte und in Bern machte ich eine 3 jährige Lehre als
Kosmetikerin. Die Musik verliess ich nie. Durch eine Bekannte kam ich zu den
Troubadours und nahm wieder Gesangsstunden. Ich schrieb einige Lieder und sang
mit Gitarre an Geburtstagsfesten und Anlässen. Mit 23 Jahren zog ich in
die Gemeinde Sumiswald und kam so zum Jodlerklub Sumiswald-Grünen.
Heute bin
ich verheiratet und Mutter von 4 Kindern im Alter zwischen 11 und 19 Jahren.
Neben der Familie und Hausarbeit leite ich die Schul- und Gemeindebibliothek in
Wasen.
1999
schloss ich die Ausbildung als Dirigentin ab. Seit gut sechs Jahren leite ich
den Jodlerklub Bützberg und seit 2 Jahren den JK Sumiswald-Grünen.
Das dirigieren und jodeln wurde ein fester Bestandteil in meinem Leben. Mit
„Ätti, ig danke
dir“ begann ich die Lieder in
meinem Kopf frei zu bekommen. „Es git no Wunder“
wurde vom Jodlerklub Sumiswald-Grünen auf ihrer
gleich benannten CD das erste Mal der Öffentlichkeit vorgetragen. In
verschiedenen Duetten habe ich schon Jodlerfeste besucht und in die Höchstklasse
gesungen.
Für
den Komponistenwettbewerb schrieb ich einen Rap. Auch wenn wir damals nicht
mitmachen konnten, wollte der Klub dieses Lied der Öffentlichkeit
vortragen.
Da wir im Bödeli wohnen, wurde dieser Rap von den
Klubmitgliedern so benannt. Meine kleinste Tochter Rebecca und mein Patenkind
Colleen helfen uns dabei.
Quelle: Eigenbiographie,
Stand 27.8.2010 TA