Aregger Hans
(14.9.1930)

Hans Aregger wurde in Horw LU geboren. Das Talent zum Singen und Musizieren wurde ihm in die Wiege gelegt. Mit der Klarinette war er schon als Schulbub im Element. Der gelernte Schreiner kam 1946 als Klarinettist zur Feldmusik Horw. Im gleichen Jahr schon gründete er eine eigene Ländlerkappelle und schrieb erste Kompositionen. Er entfaltete vorerst seine musikalischen Talente als Hobbybeschäftigung, besuchte die Musikschule Luzern, nahm Privatunterricht, unter anderem Kompositionslehre bei Hans Walter Schneller in Zürich und bei Paul Müller-Egger, und bildete sich im Selbststudium zum Dirigenten weiter. Der vielseitige Volksmusiker fand in Liny Schiess seine Ideal-Frau, eine talentierte Jodlerin, die mit ihm im Duett auftritt. Mit der Zeit wurde sein Hobby zum Beruf.

In rascher Folge erschienen zahlreiche Duettlieder mit lebendiger Melodik und anspruchsvollen Jodeln, wobei die beiden Jodelstimmen wie sprudelndes Wasser auf und ab hüpfen, sich ergänzen und wieder ablösen. Die Texte stammen aus der eigenen Feder: Erlebnisse in Bergwelt und sonniger Natur, wo sich Hans Aregger mit seiner Familie erholt und voll neuer Einfälle wieder ans Aufzeichnen geht. Heute stehen einige Hundert volkstümliche Tanzmusikkompositionen, einige Dutzend Chorlieder, Duette und Einzeljodel sowie Terzette für die Konzertprogramme zur Verfügung.

Zusammen mit Riodi Rymann hat er drei Bändchen „Es Strüssli Jodelliedli“ herausgegeben und so viel zur Förderung des Jodelgesangs beigetragen. Ab 1973 dirigierte er die Berner Jodler Luzern, seit 1981 die Stadtluzernische Jodlervereinigung und seit 1989 den Jodlerklub „Heimelig“ Horw. Für seine Verdienste im Bereiche der Volksmusik wurde er 1982 mit dem „Goldenen Tell“ und 1995 mit den „Goldenen Violinschlüssel“ ausgezeichnet. An der DV des ZSJV 1997 in Willisau ist ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen worden.

Hans Aregger lässt dem Dirigenten sehr viel Bewegungsfreiheit in der Gestaltung seiner Lieder, deshalb macht er auch keine Vorschriften in der Partitur. Zum Thema Naturjodel bemerkt Hans, dass er kein Naturjodler ist wie Ruedi Rymann, dass seine Jutze „komponiert“ sind und nicht eigentlich in eine bestimmte Gegend gehören und daher überall gesungen werden können.

Quelle: Buch „75 Jahre ZSJV 1997“, „Bärgfrüehlig 2/1986“, TA, Stand 26.6.07