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Vorname Ernst Ernst Wälchli
Nachname Wälchli
Geburtstag 16.02.1928
Todestag 23.11.2011
Personennummer W018

Werke von Ernst Wälchli

Liedtitel Anfang 1. Strophe EJDKV Nummer

Männerchor (-M-)

Hornusser-Fescht Geschter hei mir Garbe bunge, alli troch uf d'Reiti brunge W018-M-000001

Männerchor (-M-)

Kirchbärger-Lied Do, wo d'Ämme ihres Tau verloht, zieht gmüetlich gäg dr Aare W018-M-000002

Männerchor (-M-)

Schnittersunndi Am dritte Juliwuchenänd hei mir dr Schnittersunndi W018-M-000003

Männerchor (-M-)

Summeraabe He ja, he ja chly use gah, de Haule zue a d'Summeraaberueh W018-M-000004

Persönliche Angaben

Mit einer Schwester und zwei Brüdern ist Ernst Wälchli auf einem Bauernhof in Bütikofen, Gemeinde Kirchberg BE, aufgewachsen. Schon im Kindesalter haben sie viel gesungen und später auch musiziert. Sie hatten sogar eine familieneigene Kapelle.

Im April 1944 hat Ernst eine Metzgerlehre angefangen. Danach folgten einige Wanderjahre, die den jungen Berufsmann in verschiedene Betriebe führte. Im Jahre 1953 konnte er die Meisterprüfung mit Erfolg abschliessen.

1955 heiratete er Käthi Stalder, eine arbeitsfreudige Frau und zudem noch eine begabte Jodlerin. Nicht lange danach konnte das Paar in Kirchberg eine eigene Metzgerei übernehmen. Sie haben zwei Söhne und heute bereits drei Enkelkinder. Der jüngere der beiden Söhne, Urs, führt als Nachfolger die Metzgerei.

Im Jahre 1962 ist Ernst in das Schützenchörli Kirchberg aufgenommen worden. Dieser Jodlerklub entstand im Jahre 1938 aus der damaligen Schützengesellschaft. Er trat dem Bernisch- Kantonalen Jodlerverband aber erst im Jahre 1955 bei.

Weil sich der damalige Präsident Ernst Übersax unmittelbar zu dieser Zeit ins Spital begeben musste, um am Herzen operiert zu werden, fehlte dem Chörli unverhofft die Vorstandsleitung. Nicht zuletzt wegen der Frage „wie weiter“ traten interne Spannungen auf. So hatte man Ernst kurzerhand zum Präsidenten gewählt.

Er stellte die Bedingung, dass alle Mitglieder aktiv mitmachen müssten, um endlich im Verband die Jodlerfeste besuchen zu können. So kam es, dass das Schützenchörli Kirchberg im Jahre 1963 in Münsingen erstmals in seiner Vereinsgeschichte an einem Bernisch- Kantonalen Jodlerfest teilnahm. Mit dem Lied „Föhnnacht“ von O.F.Schmalz wurde auf Anhieb die Qualifikation „sehr gut“ erreicht.

Für ihr erstes Eidgenössisches Jodlerfest – es fand im Jahre 1965 in Thun statt – hatte Ernst bereits als Dirigent gewirkt. Mit dem Lied „Hüt geit es z’Alp“ von Ernst Sommer, erreichte der Klub ebenfalls die Klasse 1, sehr gut!

Ernst Wälchli durfte das Schützenchörli Kirchberg 35 Jahre lang – also bis 2000 – mit grossem Erfolg leiten. In dieser Zeitspanne besuchten sie mit wenigen Ausnahmen jährlich ein Jodlerfest. Zuerst „für den vereinsinternen Gebrauch“ an Unterhaltungsabenden, aber bald auch an einzelnen Jodlerfesten, durfte Ernst verschiedene Duette aus den eigenen Reihen mit der Handorgel begleiten. Sehr viel Freude und Abwechslung zum nicht immer einfachen Berufsalltag durfte er auch in verschiedenen vereinsinternen „Hausmusiken“ erfahren.

Seine musikalische Ausbildung hat Ernst vorwiegend im Selbststudium erworben. Dabei war sein fachlicher Leitfaden stets das Buch: „Was man über Musik wissen muss“, Musiklehre für jedermann, von Willy Schneider. Aber auch tief greifende Gespräche mit anderen Dirigenten und mit Komponisten ergänzten seine Kenntnisse, gaben ihm Mut und stärkten seinen Durchhaltewille.

Eine überraschend aufgetretene Streifung im November 1999 beeinträchtigte seine sonst spontane und tadellose sprachliche Ausdrucksweise. Zudem gehorchten ab sofort die Hände nicht mehr vollumfänglich seinem Willen. Das Schreiben muss er vergessen!

Trotzdem . . . seine Freude am Schweizer Brauchtum, an der Musik und am Jodeln bleibt bestehen. Die Erinnerungen an die unzähligen fröhlichen Stunden im Kreise der Jodlerkameraden bleiben aufrecht. Seine Zuversicht gilt den vielen jungen Talenten, die – entsprechend gefördert und betreut – auch in den kommenden Zeiten unserer Kultur die Ehre erweisen werden.“

Quelle: Autobiographie, TA, Stand 4.4.07

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Note
EDJKV