Komponisten / Lieder / Verlage / Textdichter

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Vorname Willi Willi Valotti
Nachname Valotti
Adresse Hauptstr. 18
PLZ 9650
Ort Nesslau
Kanton SG
Telefon 071 994 21 66
E-Mailadresse helmi.tschulibeng@bluewin.ch
Webseite www.valotti.ch
Geburtstag 07.07.1949
Personennummer V002

Werke von Willi Valotti

Liedtitel Anfang 1. Strophe EJDKV Nummer

Männerchor (-M-)

Bis z'friede Wenn s'Glück im Lebe wie's so goht nöd all bi Dir will bliebe V002-M-MS1179

Männerchor (-M-)

Dank und Sege Dyn Atem goht dur jede Halm, di ganzi Welt isch alls ein Psalm V002-M-MSJM22

Männerchor (-M-)

Dir elei ghört Lob und Ehr Dir elei ghört Lob und Ehr, Dir Gott Vater alli Zyt V002-M-MSJM04

Männerchor (-M-)

En Juchz i d'Berge Und leit sich früeh am Morge s'Liecht is Tal V002-M-000003

Männerchor (-M-)

Glaube En steifeschte Glaube uf felsigem Grund. Dir Herrgott verschwore V002-M-MSJM10

Männerchor (-M-)

Hoffnig E Brugg hesch Du Gott Vater üs Mensche wölle schloh Jäggi Beat V002-M-MSJM11 V002-M-MSJM11

Männerchor (-M-)

Im Wärde Farbe, wo d'no chum hesch gseh, tanzed jedem Wülchli noh V002-M-MS1235

Männerchor (-M-)

Liebi Es luuters Füür isch d'Liebi für Zyt und Ewigkeit V002-M-MSJM16

Männerchor (-M-)

Schwingerlied I üsem liebe Schwizerland, do git's en schöne Bruch V002-M-000001

Männerchor (-M-)

Schwizer-Erde Mer händ no chechi Schwizerart, stönd stolz zu Grund und Bode V002-M-Wa0001

Männerchor (-M-)

Tanzliedli Zwei füürigi Bäckli, zwei Äugli voll Glanz. Zwei Beinli voll Walzer V002-M-MS1236

Männerchor (-M-)

Tritt für Tritt E jedi Blueme uf de Matte verblöiht wie d'Jugedzyz V002-M-000002

Männerchor (-M-)

z'Alp De Seppli triebt scho d'Geisse-n-us chönd hei za za mer wänd vo Hus V002-M-MS1178

Gemischter Chor (-G-)

Mis Schätzeli J weiss mer es Plätzli doch säg i nöd wo, dert han i es Schätzli V002-G-000001

Terzett (-T-)

Beerizyt Schätzli chumm, s'isch Beerizyt. Hesch dys Chrättli gfunde V002-T-000001

Duett (-D-)

Chumm hei! Chumm hei! I ghöres rüefe, dör Tag und Woche-n-us V002-D-H10002

Duett (-D-)

D'Röschti Hüt gits es Herrenässe, so chnuschprig und so guet V002-D-H20003

Duett (-D-)

De Läbesklang Was dänke mir de ganzi Tag, und stelle alles nur i Frag V002-D-000003

Duett (-D-)

Di heiterblaue Auge Mit heiterblaue Auge luegsch du all Tag i d'Welt V002-D-H10018

Duett (-D-)

Di lieb Blick Dys liebe Härz tuet för mi schloh, du liebe Mönsch tuesch zuemer stoh V002-D-000001

Duett (-D-)

Im Gwitter Mir beidi eleini wyt usse im Land, es nochet es Gwitter V002-D-H10008

Duett (-D-)

Mir tanze und singe Mir tanze und singe hei frisch läbigs Bluet. Das gfallt üsne Manne V002-D-000002

Duett (-D-)

Nöis Läbe Es tropfet wie Silber veruss abem Dach V002-D-H20008

Duett (-D-)

S'alte Lied No ruuschet i de Bäume de Wind sys alte Lied V002-D-H20009

Duett (-D-)

Sännächilbi Wer hüt stirbt chunnt nöd in Himmel, üüsre Petrus het kei Zyt V002-D-000004

Duett (-D-)

Spotsummer Jedes Gräsli, jede Baum, döset no im Summertraum V002-D-H10024

Einzel/Solo (-S-)

Blyb no es bitzli do Zum Müetti bini gange is lieben alte Huus V002-S-H20001

Einzel/Solo (-S-)

Buebegheimnis Mängisch i de Buebejohre, ganz elei und traumverlore V002-S-H10010

Einzel/Solo (-S-)

Der Moon und d'Liebi En Luuser jo, das isch der Moon, er lächlet uf sym höche Tron V002-S-H20002

Einzel/Solo (-S-)

E Gab I reine Tön am Morge gly, het klar es Jützi klunge V002-S-000001

Einzel/Solo (-S-)

Granium Vor em Fänschter i der Sunne, isch es lutters Füür errunne V002-S-H10026

Einzel/Solo (-S-)

Gras im Wind Hesch's au scho gwahret und hesch glost, wenn lys der Wind V002-S-H10028

Einzel/Solo (-S-)

Jungi Liebi Jungi Liebi, reini Liebi, schöner weder s'Morgerot V002-S-H20006

Einzel/Solo (-S-)

Mys Wasserrad Mys Wasserrad, es singt und singt im Takt sys Lied, und schwingt V002-S-H10016

Einzel/Solo (-S-)

Sunntigmorge Am Sunntigmorge elei im Bett, gar niemer da wo mit mer redt V002-S-000002

Persönliche Angaben

1. Jugend

Willi Valotti wurde am 07. Juli 1949 als dritter Sohn der Eltern Berti Giger (1911) und Peter Valotti (1910 - 1989) in Wattwil SG geboren. Er ist Bürger von Krummenau und Brescia (I).

Nach der Volksschule, die er in Wattwil besuchte, war sein grösster Wunsch, Musik zu studieren. Damals aber hiess es: "Du muesch näbis Rechts lerne!". So erlernte er einen handwerklichen Beruf (1965 bis 1968) und wurde Plattenleger. Nach der Rekrutenschule betätigte sich Willi Valotti als Baggerführer (was eigentlich heute noch sein Traumberuf wäre).

Der unerwartete Tod seines früheren Akkordeonlehrers Jakob Waespe in Wattwil bedeutete dann die berufliche Wende. Willi begann in dessen Musikschule Unterricht zu erteilen. Valottis Eltern waren ihrerseits nicht musikalisch tätig, interessierten sich aber sehr für die Volksmusik. Sie verehrten insbesondere den legendären Bläser Kaspar Muther, mit dem Willi viele Jahre später in der Kapelle "Heirassa" zusammen spielte. Die beiden Brüder Ruedi (1939 - 1990) und Ernst (1942) übten sich ebenfalls auf Instrumenten (Akkordeon und Kontrabass), gaben das Musizieren später jedoch auf.

 

2. Ausbildung

Bereits im zarten Bubenalter von fünf Jahren bekam Willi von seinem Onkel Ernst Zweifel ein diatonisches Örgeli geschenkt. Die ersten Klangfarben entlockte der junge Künstler dem Instrument, indem er es immer wieder die Treppe herunter kugeln liess. So war dieser musikalische Lehrgang nach ca. vier Tagen abgeschlossen. Onkel Ernst glaubte aber unbeirrt an Willis Talent und schenkte ihm ein Jahr später ein zweites Örgeli. Auf diesem Instrument machte Willi unter der Anleitung seines Onkels die ersten Versuche.

 

Weitere Stationen seiner musikalischen Ausbildung:

-Zirka zwei Jahre Akkordeonunterricht bei Jakob Waespe Wattwil in der Primarschulzeit

-Klavierunterricht bei Kurt Kaspar, Ebnat-Kappel und Josef Gmür Rüti ZH

-Zwei Jahre Kontrabass-Unterricht am Konservatorium Zürich

-Cello-Begleitgriffe für Appenzellermusik (autodidaktisch erlernt)

-Unterricht in Harmonie- und Formenlehre bei Max Lang St.Gallen

-Schwyzerörgeli: ungefähr fünf Dolfi Rogenmoser- und zwei Josias Jenny-Tänze auch im Selbststudium erlernt

-Ausbildung zum Akkordeonlehrer

-Studium für Arrangement und Komposition am Konservatorium Schaffhausen

 

Willi Valotti ist heute hauptsächlich Musiker und Musiklehrer. Ferner dirigiert er den Jodelklub Männertreu Nesslau-Neu St. Johann. In seinem eigenen Musikgeschäft in Nesslau verkauft er Instrumente, repariert und stimmt Akkordeons und Schwyzerörgeli. In allen seinen Tätigkeitsgebieten, insbesondere aber als Musiker, Komponist und Arrangeur hinterlässt er seine markanten Spuren.

 

3. Jodeln

Ein echter Volksmusikant müsse auch ein paar Jodellieder singen können, war die Ansicht von Mutter Berti Valotti. So besuchte der junge Willi an ein paar schulfreien Mittwoch-Nachmittagen Bethli Giezendanner (damals des öftern Jodlerin und Bassistin bei der Streichmusik Alder Urnäsch), die ihn in die Kunst des Singens einführte.

Die ersten Kontakte mit dem Naturjodel machte Willi Valotti aber beim Aufspielen im Muotathal, Toggenburg und im Appenzellerland. Dabei war er jeweils andächtiger und sehr interessierter Zuhörer. Wenn er damals den Gesang im Muotathal eher als Geschrei empfand, ist er seit langer Zeit ein grosser Liebhaber dieser Eigenart und überzeugt, dass dieser Naturjodel bis heute am echtesten erhalten geblieben ist.

Durch den Kontakt mit Jakob Waespe, damals Leiter der beiden Jodelklubs Wattwil und Nesslau-Neu St. Johann, trat Valotti mit ca. 17 Jahren dem JK Wattwil als zweiter Bass bei. Nach Waespes Tod (1972) übernahm der schon vielbeschäftigte Musiker die Leitung des Jodelklubs Wattwil und ca. ein Jahr später dirigierte er auch den JK "Männertreu", Nesslau-Neu St. Johann.

Bereits in jungen Jahren begleitete er an Jodlerfesten aber auch für Tonträger- und Radio/Fernsehaufnahmen Solo- oder DuettjodlerInnen. Bei einem dieser Aufnahmen lernte er Marie-Theres Marti (heute von Gunten) kennen. Vom Produzenten Alex Eugster wurde Willi ermuntert, selber Jodellieder zu komponieren. Die ersten sechs Kompositionen - inspiriert durch die beiden wundervollen Stimmen von Marie-Theres von Gunten und Ruedi Renggli - entstanden innert einem Monat und wurden sogleich auf Tonträger aufgenommen.

Mit seinen jodlerischen Ideen stiess Valotti nicht überall auf Begeisterung. Das Chorlied "z'Alp" zum Beispiel, das sich heute fast zu einem "Schlager" entwickelt hat und schon mehrmals auf Tonträger aufgenommen worden ist - stiess damals Zitat "an die Grenzen des volkstümlichen Liedguts". Trotz negativer Kritik sangen einige Jodler, Jodlerinnen und Chöre beherzt seine als unkonventionell geltenden Lieder. Dank ihrem Engagement hat sich heute der Name Valotti als Komponist in weiten Jodlerkreisen etabliert.

Bis heute sind aus seiner Feder rund 30 Solo-, Duett-, Terzett- und Chorlieder entsprungen.

Vor allem junge JodlerInnen schätzen das zeitgenössische Liedgut von Willi Valotti. Mit Nadja Räss hat er eine äusserst talentierte Partnerin gefunden, die seine Lieder mit Begeisterung und grossem Können vorträgt.

Ein Höhepunkt seines Schaffens ist sicher die Jodlerkantate "Glaube, Hoffnig, Liebi", die in Zusammenarbeit mit dem hervorragenden Organisten und Komponisten Wolfgang Sieber entstanden ist. Mit ihm oder von ihm wird Valotti immer wieder inspiriert, neue Projekte zu erarbeiten, so ist ein weiteres Werk, eine volkstümliche Weihnachtskantate "S Wiehnachts-Liecht" entstanden.

Valotti: "In jeder Musiksparte sind Neuerungen oder Weiterentwicklungen zu beobachten. Die Jodlerszene tut sich mitunter aber schwer vom alten Gleis abzuweichen. Mit meinen Kompositionen will ich Leben in das oft zeitfremde Liedgut bringen, an dem leider nicht selten auch gewisse Leute des Jodlerverbandes verbissen festhalten. Obwohl sich meines Erachtens Musik also weiter entwickeln soll, muss Althergbrachtes aber ebenso gepflegt werden. Deshalb bin ich ein grosser Verfechter des unverfälschten Naturjodels. (leider sehr selten zu hören!) Es ist mir ein grosses Anliegen, diesen so echt wie möglich zu erhalten. Echt heisst aber nicht, anspruchslos! Ich denke, dass sich Robert Fellmann, Emil Grollimund oder Meinrad Lienert - um jene Grössen zu nennen, die ich am meisten verehre - im Grab drehen würden, wenn sie die Simplifizierung dessen hörten, was sie einst geschaffen haben“.

 

Quelle: Eigene Home-Page, Stand 4.8.07, TA

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Note
EDJKV