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Vorname Max Joseph Max Joseph Reinhardt
Nachname Reinhardt
Geburtstag 25.03.1896
Todestag 05.01.1951
Personennummer R012

Werke von Max Joseph Reinhardt

Liedtitel Anfang 1. Strophe EJDKV Nummer

Männerchor (-M-)

Bärgfryde Über d'Firne gaht es Lüftli, strycht und chrüslet übre See R012-M-000001

Männerchor (-M-)

d'Choller-Rösslischlitte Id Bärge-n-isch der Winter cho, d'Aroser händ druf planget R012-M-000002

Männerchor (-M-)

dr Wildheuer Es Hüüsli vo Bärgtanneholz staht hert a'r schwarze Flue R012-M-000004

Männerchor (-M-)

Flaachtalerliedli Niene-n-isch so schön und prächtig wie bin eus im Flaachertal R012-M-000005

Männerchor (-M-)

Hei vo der Fröndi By cho us de Fröndi is Dörfli chly, die Firne erstrahlet im Sonneschy R012-M-000006

Männerchor (-M-)

My Sänn Wer gaht de Pfad am Felse na und singt so wunderschön R012-M-000007

Männerchor (-M-)

s'Rosmarieli s'Rosmarieli hät im Spiegel gar e herzigs Maiti g'seh R012-M-000008

Männerchor (-M-)

Senneliebi Mit trychlen und jutze höch ob der Weid da trybt en Chüejerchnab R012-M-000009

Persönliche Angaben

Als Wirtesohn im „Blauen Engel“ Zürich und ausgebildeter Bürofachmann betätigte sich Max Joseph Reinhardt freizeitlich auch als „Fidler“ (Strassenmusiker) mit seinen Kameraden zum Teil auf Lastwagen in der Stadt Zürich.

Sehr bald wurde er von der Sihlpost als „Postfaktor“ für den Kreis 4 eingesetzt, wo sein soziales Verhalten auch den Alten und Kranken 35 Jahre lang vielen dankbaren Postkunden wohl gesinnt war.

Im Laufe der Zeit und während der Rekrutenschule begann er zu komponieren. Damit erlangte er viel Beifall, was bald darauf zu Jodelvereinen führte, wo Max Reinhardt dirigierte und auch seine eigenen Kompositionen mit einbezog.

1921 und 1922, nach missglückter Ehe, es entsprossen 2 Kinder, Max und Olga, bereicherten diese sein Leben. Obwohl die Kinder bei Pflegeeltern gut versorgt waren, litt Vater Max unendlich darunter, wenig Kontakt mit ihnen pflegen zu können. So war sein Weg gekennzeichnet, den seelischen Verlust in Muse und Musik umzuwandeln.

Sein musikalischer Erfolg in der Freizeit gab ihm bestimmt den grossen Halt auch in der zweiten Ehe, wo dann die Kinder leider keinen Platz fanden. Doch die Ehrfurcht für den so fleissigen Vater blühte bei den Kindern stets mit Begeisterung.

Mit seinen vier Chören (darunter das Sängerkollegium Zürich, das Stadtchörli Zürich, der Jodlerklub „Flüehli“ Zürich) und mit der „Silva-Bänd“ im Albisriederplatz-Vergnügungshaus konnte er unendlich vielen Leute Freude bringen. Sep Israng, Vreneli Pfil und Marteli Mummenthaler usw. waren seine nächsten Jodlerfreunde, auch beim „Einjodeln“ bei ihm zu Hause.

Nicht so viele Bekannte wussten, dass Max Reinhardt ein begnadeter Laienmaler war. Sein grösster musischer Erfolg war dann die Ehrung von Bern, bei einer Laienmaler-Ausstellung, wo er die Auszeichnung „sehr gut“ bekam und somit die vollen Freizeitglücksgefühle als stiller fleissiger „Pöstler“ genoss.

Leider war im Jahre 1951 sein Leben allzu früh mit einem Schlaganfall tragisch zu Ende.

 

Quelle: Abschrift der Handnotiz von Tochter Olga Blank-Reinhardt durch EJV-Archivar Paul Bürgi.

Stand: 2.8.2008 TA

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Note
EDJKV